Folgende Störungsbilder werden u.a. in der Praxis behandelt:
- Sprachauffälligkeiten im Kindesalter, Dyslalie / Lautfehlbildungen Sprachentwicklungsstörungen (SEV, SEB) - Dysgrammatismus (Satzbau und Grammatik) - Eingeschränkter Wortschatz - Störungen im Sprachverständnis - Störungen der Stimm- und Sprechfunktionen bei Rhinophonie (Näseln) z.B. durch Lippen-Kiefer-Gaumenspalte bedingt.
- Durch Hörstörungen bedingte sprachliche Auffälligkeiten, auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen.
- Stottern / Poltern bei Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen
- Myofunktionelle Störungen
- Funktionelle Stimmstörungen
- Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen nach Hirnschädigung, Aphasie, Dysarthrie, Sprechapraxie.
Von einer verzögerten Sprachentwicklung spricht man, wenn der Erwerb von sprachlichen Äusserungen einerseits zu spät, andererseits aber auch sehr langsam bzw. unvollständig erfolgt. Folgende Symptomgruppen lassen sich unterscheiden:
Verzögerte vorsprachliche Entwicklung/Verzögerter Sprachentwicklungsbeginn: Das Kind schreit, gurrt und lallt kaum; Das Kind hört zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat mit Lautäusserungen auf (dies könnte ein Hinweis auf eine Hörstörung sein, s.a. "Hörstörungen"). Bereits im Kindergartenalter (oder gar früher) können Kinder mit Problemen beim Spracherwerb auffallen. Dabei kann die kindliche Ausdrucksweise sehr unterschiedlich gestört sein:
Störungen der Aussprache (Dyslalie) Laute bzw. Lautverbindungen werden
weggelassen (Blume = Lume) und/oder durch andere ersetzt (Kuh = Tuh) und/oder falsch gebildet (Schule = Sule); vgl. auch "Lispeln" Lispeln (Sigmatismus) Bei Kindern häufig auftretende Artikulationsstörung, bei der "S"-Laute fehlerhaft gebildet werden (z.B. Zunge zwischen den Zähnen). [mehr...]
Es handelt sich hierbei um Krankheiten der Stimme, die durch eine Störung des Stimmklanges und der stimmlichen Leistungsfähigkeit gekennzeichnet sind. Als Ursachen von Stimmstörungen können in Frage kommen:
Funktionelle Ursachen: z.B. durch Gewohnheit bedingter unzweckmäßiger Stimmgebrauch, durch zu starke Anstrengung, übermäßiger, zu langer, oder zu lauter Stimmgebrauch. Psychische Ursachen: z.B. psychosozialer Stress etc. Hormonelle Ursachen Organische Ursachen: z.B. nach Lähmungen des Kehlkopfnervs. [mehr...]
Eine Aphasie ist eine zentral bedingte Sprachstörung, bei der die Sprachproduktion (z.B. das Bilden von Lauten, die Grammatik, der Wortschatz) und das Sprachverständnis beeinträchitgt sein kann. Meist ist auch das Lesen und Schreiben betroffen. Zusätzlich können noch weitere Funktionsausfälle, wie Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Sehstörungen und Lähmungen an Armen und Beinen (meist halbseitig) hinzukommen. Fälschlicherweise werden viele Patienten mit Aphasie häufig als "nicht richtig im Kopf" angesehen. Diese Sichtweise ist falsch, da die intellektuelle Leistung unabhängig von der Sprachstörung ist. Auch Patienten mit schweren Sprachstörungen können über eine gute Intelligenz verfügen.
Unter Stottern versteht man Störungen des Redeflusses durch Wiederholen von Lauten, Silben und Wörtern und/oder durch Blockaden. Pressendes Verharren in der Artikulationsstellung und auffällige Bewegungen der Mimik und Körpermotorik (sog. Mitbewegungen) können bei chronischem Stottern auftreten, ebenso emotionale Begleiterscheinungen (Angst-, Wut-, Schamreaktionen) und sprachliches und/oder soziales Vermeideverhalten. Oft ist die gesamte Kommunikation (auch die Situation des Gesprächspartners) beeinträchtigt. Stottern wird daher auch als Kommunikationsstörung bezeichnet. [mehr...]
Als Dysarthrie bezeichnet man Sprechstörungen (im Gegensatz zu Sprachstörungen), denen eine Fehlfunktion der Motorik der am Sprechvorgang beteiligten Organe (z.B. Zunge, Lippen, Gaumensegel) zugrunde liegt. Dabei sind die sog. Funktionskreise Atmung, Stimmgebung (Phonation) und Artikulation (Aussprache) betroffen. [mehr...]